schönes FEEDBACK vom Euroforum 2019 Zürich

Lieber Herr Artner,

für Ihren engagierten Beitrag, der zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hat, möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Ihr Beitrag wurde mit 1,2 bewertet (Bewertungsskala: 1-6, 1 ist die bestmögliche Wertung):

Kommentare:

–          Sehr eindrücklich

–          Top, sehr ergreifend

Die Veranstaltung wurde insgesamt mit 2,2 bewertet, was den guten Eindruck vom Verlauf dieser Konferenz bestätigt. 

Nachstehend senden wir Ihnen unseren Link, unter dem Sie einige Impressionen der Veranstaltung finden:https://www.facebook.com/pg/euroforumlive/photos/?tab=album&album_id=1000121146988073

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Rufnummer +49/1577/3114784 zur Verfügung.

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüssen

Karin Hanten

Senior Konferenz Managerin 

euroforum Schweiz, ein Bereich der Euroforum Deutschland GmbH

the plan 2020 – Saisonplanung

3.2.2020 – Winterlaufserie 3; Halbmarathon

18.4.2020 – Inclusionrun

19.4.2020 – VCM; Marathon

16.5.2020 – Integrationslauf Salzburg

24.5.2020 – Challenge St Pölten; Halbdistanz

14.6.2020 – Tri Neufeld; Kurzdistanz

5.7.2020 – Ironman Klagenfurt; Langdistanz

10.10.2020 – Istria300; Radrennen

6.12.2020 – Valencia; Marathon

… von der Schönheit der Hauptstadt der Medici und deren Straßen (Florenz Marathon).

Jetzt haben es historische Städte so an sich, dass deren Straßen zumeist ebenfalls von der Geschichte gezeichnet sind. Was für den Besucher einer solchen Stätte natürlich romantisches Beiwerk ist, ist für den Marathonläufer Herausforderung und für den Prothesenläufer eine Challenge der Sonderklasse.

Der Marathon-Sonntag begann mit einer wohl einmaligen Startlinie vor der Kathedrale von Florenz, die auf diesem Planeten wohl ihres gleichen sucht und dem Athleten schon vor dem 1. Schritt dokumentiert, wie klein wohl die heutige Leistung und die gelaufene Zeit gegen die zeitlose Dimension dieses Monumentes sein wird.

Ein wirklich unglaublicher Platz um sich auf eine 42,195km Schleife zu begeben.

Eine Schleife die sich aus dem Zentrum der Stadt Richtung schöner Parkanlagen schlängelte, um dann für kurze Zeit über die Ponte Vecchio wieder das historische Zentrum zu steifen, danach den Weg weiter Richtung Stadion des AC Florenz vorzugeben, um in Folge die Strecke zum großen Finale in das historische Zentrum der Renaissance Stadt auszubreiten.

Dieses Finale, das du mit ca. 5km Distanz dimensionieren kannst, führte uns (ca. 9.000 Marathoniken) durch diese unglaubliche Altstadt von Florenz, nochmals vorbei am Dom, vorbei an den Uffizien, nochmals zum Arno, vorbei am Palazzo Vecchio, hin zu kleinen und größeren Gassen die dich mit ihrer Schönheit und Geschichte fast erdrücken. Aber dann waren da auch diese Pflastersteine und du kannst dich erinnern, ich habe es dir schon zu Beginn geschrieben. Diese Verhältnisse die für den Prothesenläufer nicht nur unrhythmisch sind, sondern das Laufen zu einem wahren Rodeo machen. Schritt die nicht nur aufgrund der Stolpergefahr sehr konzentriert gelaufen werden müssen, was nach 37km schon schwierig ist, sondern auch Schritte, die dich langsamer machen. 

Jetzt bist du natürlich als Marathonläufer auch auf der Suche nach einer guten Zeit und diese Suche wird damit nicht vereinfacht und somit beginnst du ein wenig zu hadern, weil es halt nicht einfacher und auch nicht schneller wird. Das ist wohl der Zeitpunkt an dem du dir einen solchen Tag zerstören oder vergolden kannst.

Mir gelang Gott so Dank zweites und ich stellte mich diesem schweren Streckenabschnitt, mit alle seiner unrhythmischen Herausforderung, aber halt auch mit all seiner Schönheit. Und selten wurde mir so klar, dass es halt notwendig ist derartige Zusatzstrapazen auf sich zu nehmen, wenn du in historischen Städten Marathonmomente erleben willst – was halt unglaublich schön ist und für mich den geschichtsverliebten Athleten den Marathon nochmals zusätzlich krönt!!!!

So ging es auf diesem erwähnten Rodeo-Ritt Richtung Ziellinie, der mich ein drittes Mal zum Dom führte und die sich vor selbigen in beeindruckender Form ausbreitete.

Und was soll ich dir sagen, manche Dinge lernst du als routinierter Marathonläufer (und es war meine mittlerweile 10.) und weißt du halt schon am Start, es war nicht die Zeit die an diesem Vormittag zählte, es war das Geschaffte und das Mitgenommene was zählte und gegen diese beeindruckende Stadt war sowieso alles klein und es war in Wirklichkeit nur eine Ehre, in Ihr Laufen zu dürfen.

FORZA!!!

Ergebnis:

Firenze Marathon 24.11.2019: 42,195km, 3.33.30h

Glücklich ist, wer vergißt!!! Gedanken aus dem Ötztal.

Da war er wieder – der Ötztaler Radmarathon!!! Nach 2017 stand er zum 2 mal auf meinem Programm und irgendwie beruht die Anmeldung auch auf den schönen Gedanken und Erinnerungen die ich an mit diesem 1. Antreten verbinde.

Da war er wieder – der Ötztaler Radmarathon!!! Nach 2017 stand er zum Zweiten Mal auf meinem Programm und irgendwie beruhte die Anmeldung auch auf den schönen Gedanken und Erinnerungen die ich mit diesem 1. Antreten verbinde. 

Wenn du mit derartig positiven Erinnerungen mit einem Erlebnis in Kontakt stehst, dann passiert es sehr oft, dass die Dinge die, im konkreten an diesem Tag vor 2 Jahren, mittelmäßig bis gar nicht toll waren fälschlicherweise nur noch einen kleinen und unbedeutenden Platz einnehmen. 

Somit bin ich mit gestählter Brust Richtung Sölden aufgebrochen und war mir sicher, dass die auf der CCC Wien-Nizza 2019 gefahrenen Kilometer und besonders Höhenmeter die perfekte Vorbereitung waren und mir den entsprechenden Rückenwind für diesen langen Tag in den Alpen (230km, 5.500hm) geben werden.

Startschuss war dann am Sonntag, 1.9.2019 um 6.45 und ein Tross von 4.000 Radlern bewegte sich Richtung Kühtai. Nachdem die Zufahrt zu dem 1. Pass – 30km von Sölden Richtung Inntal -gut bewältigt war, ging es das Kühtai hinauf. Der 1. Berg an diesen Tag, der sich durch seine Steilheit auszeichnet. Für mich tatsächlich eine schöne Auffahrt ohne größere Probleme. Nach der Abfahrt nach Innsbruck folgt der lange aber niemals steile Anstieg auf den Brenner, dem die Abfahrt nach Sterzing folgt. Soweit so gut und auch so schön. Es folgt der Jaufenpass, den ich mittlerweile zum 3. Mal befahren durfte und der auch in diesem Jahr zeigte, warum ich ihn (sportlich) nicht wirklich mag. Ein langer Anstieg der sich dadurch auszeichnet, dass er einfach niemals auslässt und du auch die kleinsten Flachstücke wie die berühmte Nadel im Heuhaufen suchst. Es war besonders gegen Ende eine Quälerei die dann gegen 14.30 ein mit einem freudigen Lächeln begleitetes Ende finden sollte. Es folgte eine Abfahrt nach St. Leonhard, was wiederum bedeutet, dass der letzte und längste Anstieg auf mich wartet von 750m auf 2.500m, sprich 1.750hm über ca. 35km verteilt. Ein würdiger Abschluss an einem solchen Tag. Ein Abschluss der mir wieder einmal dokumentierte – glaube jedem – nur nicht dir selbst. Ich hatte in großzügigster Weise ganz Streckenabschnitte und damit hunderte steile Höhenmeter einfach aus meinem Gedächtnis gestrichen und war nach fast jeder Kurve überrascht was da noch alles kam und was ich somit nicht mehr vor meinem geistigen Auge hatte . Das waren dann die Momente wo mir wieder bewusst wurde, wie herrlich wir verdrängen können und wie schön wir uns nur das im Gedächtnis aufbewahren, was für uns in einem positiven Zusammenhang steht. Das gilt vermutlich nicht nur für den Sport und es war mir an diesem Tag eine schmerzliche Lehre, bei der Planung und beim Urteilen über erlebtes sich genauer und objektiver zu erinnern.

Aber du wirst es nicht glauben, ich habe es zumindest fast wirklich nicht mehr geglaubt, auch an diesem Tag kam der Moment als ich oben ankam und mich vermeintliche in dem Gedanken „ich habe es geschafft“ (vom Timmelsjoch gilt es nur noch eine ca. 25km Abfahrt nach Sölden zu bewältigen) wähnte. Doch da entschied Petrus mir noch ein Learning zu schenken und beglückte mich mit Starkregen. Jetzt ist der Regen generell beim Radln nicht dein bester Freund, wenn du aber bei 5 Grad auf 2.500m stehst und eine Abfahrt vor dir hast, dann ist er echt mühsam. Lange Worte kurzer Sinn, ich glaube ich kann tatsächlich sagen, dass mir in meinem Leben noch nie so kalt war, wie in diesen 45 Minuten und ich kann mit Sicherheit sagen, dass eine warme Dusch noch niemals so ein Segen war. Und jetzt versteht auch der Städter, warum „die Bauern erst beim Heimgehen jodeln“ und man „das Fell des Bären erst verteilen soll, wenn er auch schon erlegt ist“.

Aber trotzdem, nach der Abfahrt, an der ich mir sogar nach diesem Tag nichts mehr als eine Auffahrt bei der mir wieder ein bisschen warm wird wünschte, kam das Ziel. Ein Ziel das an diesem Tag nochmals schöner, wenn auch kälter, als viele andere war und in dem ich als Eiswürfel stand und mir dachte, unglaublich was uns der Herrgott für herrliche Berge hergestellt hat!!! Und ja ( siehe mein Blog der Murmeltiere), auch diesmal haben die Murmler wieder gepfiffen. Jetzt wirst du dich vielleicht fragen, wann das denn war und ich kann dir wahrheitsgetreu antworten – als der Regen begann!!!

FORZA

01.09.2019, Ötztaler Radmarathon

Zeit: 12.20h

Strecke: Kühtai, Brenner, Jaufenpass, Timmelsjoch – 230km, 5.500hm

Halbdistanz in Obertrum

Obertrum … neuer Triathlon (für mich ging es über die Halbdistanz, 1,9swim/90bike/21,1run), zumindest für mich, weil generell war es bereits die 10. Veranstaltung am Trumersee und es eilt ihr ein guter, weil familiärer, Ruf voraus. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht, der Wettkampf war perfekt, das Wetter mega (es gibt nix zu klagen, wenn du um 15.00 Uhr alles verpackt hast und ins Auto steigst und in dem Moment fängt es zu regnen an ;-))!

Somit keine Beschwerden – im Gegenteil – ein extrem gutes Gefühl wieder eine Halbdistanz gefinisht zu haben (trotz des wenigen Laufen in den letzten Wochen) und jetzt voll der Vorfreude auf den Ötztaler Radmarathon – Wettergott bitte sei auch an diesem Tag (1.9.2019) gnädig mit uns, dort werden wir dich brauchen – z.B.: Trimmelsjoch 2.474m!!! FORZA!!!

Ergebnis Obertrumer Triathlon – Halbdistanz

  • swim 1,9km: 40.19min
  • T1: 7.19min
  • Bike 90km: 3.04.18h
  • T2: 5.26min
  • run 21,1: 1.51.57h
  • Total: 5.49.21h

Das Murmeltier hat gesprochen – CCC Wien-Nizza 2019

Es war der 14.6.2019 und es lagen 175km und der Große St Bernhard Pass vor uns. Eine Strecke von Fiesch (SUI) nach Aosta (ITA) die sich als Schafrichter unserer CCC Wien-Nizza 2019 herausstellen sollte.

Ein Tag der so gut begann, mit 10km bergab und 30km starken Rückenwind hinein in das Rhonetal. Doch ganz plötzlich hatte der Wind anderes vor und dreht innerhalb von Minuten auf starken Südwest Wien = GEGENWIND!!!

Somit wurde der Tag zum Härtesten unserer Tour. Eine Tour die am 7.6.2019 vor dem Allianz Stadion in Wien Hütteldorf begann und uns (8 Fahrer + Begleitbus) über 1.800km und 35.000hm führen sollte. 13 Tage am Sattel, 14 Tage unterwegs (Ruhetag in Aosta, ITA) und jeden Tag dasselbe Spiel >> Aufstehen, Sachen packen, Frühstücken, Auschecken, Begleitbus beladen, zwischen 5 und 10 Stunden am Rad, Ankunftsbier, Einchecken, Waschen, Essen, Vorbesprechung des nächsten Tages, Schlafen, …!

Ein scheinbar stupider Rhythmus, der uns aber so viel Spaß macht und der in seiner Gleichmäßigkeit eine unglaubliche Vielfalt breitet und uns die Alpen „fast immer“ von ihrer schönsten Seite zeigte.

Der GEGENWIND der uns erfasste, machte die nächsten 70km (gesamt 100km Anfahrt zum Beginn des Gr. St. Bernhard Pass) zur Tortur und zumindest für jeweils denjenigen, der in der Gruppe vorne führ, zur kräfteraubenden Prozedur.

Dann war es endlich geschafft, wir kamen am Fuße des Gr. Bernhard Passes an und es hieß 40km Bergauf, zu Beginn mäßig und dann immer steiler und natürlich weiterhin mit starkem Gegenwind, der Richtung Pass immer stärker wurde.

Jetzt musst du wissen, der Gr. St. Bernhard Pass ist ein Transitpass, sprich du fährst bis fast ganz oben mit dem Transitverkehr, erst vor den letzten 8km biegt der Schwerverkehr in ein Tunnel und der Radfahrer fährt alleine weiter auf den Pass.

Alles schlechte Voraussetzungen für eine schönen Radnachmittag und so kletterten wir, jeder einzeln und für sich selber, diesen scheinbar unendlichen Pass hinauf. Und irgendwann war es soweit und nach harten und scheinbar endlosen Stunden kam ich bei diesem besagten Tunnel an und war froh, mittlerweile völlig entkräftet, den Transitverkehr von meiner Seite zu verlieren und machte mich an die letzten 8km Anstieg. Dies 8km, die zwar landschaftlich immer schöner wurde, aber trotzdem war zu erkennen, dass mich der Berg nicht auf seiner Passhöhe sehen wollte – Gegenwind, Kälte und ein mittlerweile leerer Körper und Geist machten mich antriebslos.

Als ich dann mit den letzten Reserven eine weitere Kehre durchfuhr hörte ich ihn pfeifen, den Murmler. Und in meiner Enttäuschung und in meinem Ärger, dass sich heute offensichtlich die gesamte Welt gegen mich verschworen hatte, dachte ich mir, „Na super, jetzt pfeift mich das Murmeltier auch noch aus“. Kaum hatte ich den Gedanken fertig gedacht, war ein zweites Pfeifen zu hören. In dieser Sekunde wurde mir bewusst, dass Murmeltier pfeift mich nicht aus, es nimmt mich in Wirklichkeit gar nicht zur Kenntnis. Weil es dem Murmeltier relativ Oberwurscht ist, ob ich auf diesem Pass ankomme oder eben nicht. So wie es der ganzen Welt wurscht ist, ob ich da oben ankommen und das trotz persönlichen Erfolg oder Misserfolg am nächsten Tag die Sonne wieder aufgeht und sich die Erde weiter dreht, das ist wohl auch unwidersprochen.

Genau mit diesem Gedanken wurde mir wieder bewusst, dass ich diese Qualen nur für mich auf mich nehmen, weil ich mir etwas beweisen und zeigen will und das ich so etwas tun kann und darf, das ist definitiv ein Privileg. Wenn dir dann deine privilegierte Situation so richtig bewusst wird, dann ist es kein gedanklich weiter Weg mehr, dass dir klar wird, dass es deine verdammt Pflicht ist aus einer derartig bevorzugte Situation heraus, von deinem Privileg wieder etwas zurück zu geben.

Eingetaucht in diesen Gedankenfluss dämmerte mir auf eine schöne und sehr erdete Weise, dass unserer CharityCyclingChallenge genau dafür steht. Wir dürfen uns challengen, um damit Menschen in unserer Gesellschaft Solidarität zu zeigen, die diese Unterstützung in ihrer momentanen Situation dringend benötigen.

Und in Wirklichkeit hat mich der Murmler, den ich zu Beginn noch als mich auslachenden Gegner gesehen habe, genau auf diesen Weg zurück gebracht und mir damit auch den weiteren Weg auf den Pass gezeigt, den ich dann gefühlte Stunden später auch tatsächlich erreichen durfte.

Im Namen der CCC möchte ich mich bei allen Sponsoren, Spendern und Mitwirkenden für eure unglaubliche Unterstützung bedanken. Danke eurer Hilfe konnten wir am 20.7.2019 2 Schecks mit einem Gesamtwert von EUR 60.000,- an die beiden unterstützen Familien übergeben.

FORZA!!!

Die CharityCyclingChallenge Wien-Nizza 2019 in Zahlen:

20190404 Wien Nizza Übersicht 2.0

Was haben wir Unterstützt:

CCC_Projektsheet_2019_18032019