VORTRÄGE – Off-Saison gut gebucht!!!

 

In der Wettkampffreien Saison hatte ich nun die nötige Zeit mich vermehrt um meine Vorträge zu kümmern und so hat es viel Freude gemacht Veranstaltungen, unter anderem bei Toyota Frey, XA Sports, Allianz Versicherung und BSV Weißer Hof zu begleiten und meine Message – Hürden gibt es nur im Kopf – an die Frau und den Mann zu bringen.

Spannend sind auch immer wieder die Fragen und Gespräche in Folge meines Vortrages und die Vorsätze, mit denen die Zuhörer die Veranstaltungen verlassen. So bin ich mittlerweile unter anderem sehr gespannt, wen ich im nächsten Jahr so aller am Start des Vienna City Marathon (bei Staffel, ½ Marathon und Marathon) treffen werde.

Und so geht es voller Schwung in die nächsten Veranstaltungen (EHF, Charity Veranstaltung „Steffi“, …) und ich bin in freudiger Erwartung, welche Zuhörer ich dort kennen lernen darf und wen ich davon begeistern kann, dass „Wohlfühlen immer Aktion ist“.

 

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Triathlon Saisonabschluß 2014

Foto1Foto1 Foto4  1 70.3 Zell am See – Generalprobe zur 70.3 WM „dahoam“ 2015

Als Höhepunkt meiner 2. Saisonhälfte habe ich mir den 70.3 Zell am See/Kaprun (1/2 Ironman; 1,9km swim – 90km bike – 21,1km run) ausgesucht, der mich am 31.08.2014 bei leider schlechtem Wetter an den Start im Strandbad Schüttdorf führen sollte. Die Wetterbedingungen waren wie schon in den beiden letzten Jahren eher mäßig und nachdem es im heurigen Jahr erstmals über den Filzensattel mit 1.280m Seehöhe ging, war ein bisschen Anspannung in Bezug auf die dort vorherrschenden Temperaturen durchaus angebracht. Nach dem Swim-Split ging es also auf diese neue Radstrecke, auf deren ersten 30km mich Servus TV begleitete und damit die Zeit sehr kurzweilig gestaltete (Filmaufnahmen für einen Bericht über mich am Folgetag im Frühstücksfernsehen). Die Radstrecke stellte sich als selektiv dar und wird der schönen Alpenregion Zell am See nun wesentlich besser gerecht, weil sie eben eine „Bergwertung“ enthält, die zwar hart ist, aber in einer solchen Region einfach dazu gehört. Der Wettergott hatte mit mir zumindest soweit ein Einsehen, dass mich der Regen erst nach dem steilen bergab Stück erwischte. Damit war die Sturzgefahr weitestgehend gebannt, dafür durfte ich den Regen mit Wind und Kälte kurz danach genießen und ich hatte tatsächlich einen Moment eine Aufgabe im Kopf, weil mir wirklich SAU kalt war. Allerdings wurde es mit Verlauf des Rennens doch deutlich wärmer und so stand einem Weitermachen nichts im Wege. Die Radzeit war aufgrund einer „Regenjackeanziehpause“, eines kleinen technischen Defektes und über 900hm mit 3:18:54 für mich in Ordnung (swim: 39:05) und so ging es auf die ebenfalls neu adaptierte Laufstrecke. Wie bereits das gesamte heurige Jahr, ließ mich auch bei diesem Bewerb meine diesjährige gute Laufform nicht im Stich und ich konnte eine persönliche ½ Marathon Bestzeit im Rahmen eines 70.3 laufen (1:52:25) und finishte vor tollem Publikum mit 6:07:11.

Ein emotionales Zuckerl gab es dann noch am Abend, als ich bei der Siegerehrung für den Parabewerb geehrt wurde und mir meine Trophäe von Moritz überreicht wurde. Der Moritz, der sich trotz seines Handicaps (siehe Vorberichte) mit derartig viel Freude und Energie durch sein Leben bewegt (er war auch wieder beim Ironkids am Start und hat eine phantastische Leistung erbracht), dass er wirklich für alle ein Ansporn und Vorbild sein kann.
Er war es auch, warum ich mir sicher war, dass ich heuer am Ende der Tri-Saison noch in Zell starten will. Weil ich wusste, dass Moritz dort ist und mich ins Ziel brüllen wird und er war es auch, warum ich in der Phase, in der es mir schlecht ging und mir wirklich kalt war, die Kraft zum Weitermachen hatte, weil ich wusste – Moritz wartet im Ziel und da gibt es kein DNF (Did Not Finish)!
Somit hat er einen großen Anteil, dass ich wieder einmal einen tollen Tag mit cooler Finishline erleben durfte! DANKE MORITZ!!!

Mitarbeiterveranstaltung

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Auf Einladung der Hausverwaltung Weinberger Biletti Immobilien GmbH durfte ich am Montag meinen Vortrag „Ohne Beine zum Ironman – Hürden gibt es nur im Kopf!“ vor einem tollen und interessierten Publikum – bestehend aus Mitarbeiter(inne)n und Geschäftspartnern – halten. Hat wie immer viel Spaß gemacht und wie ich aufgrund der anschließenden Gespräche und Rückmeldungen merkte, auch für so manchen Denkanstoß bei den Zuhörern gesorgt.

Nochmals Danke an die Geschäftsführung für die Einladung!

logo Weinberger

Coca Cola – Bewegungsbotschafter in Alpbach 2014

DSC00279 DSC00285 DSC00288 DSC00296Eingeladen von der Weltmarke Coca Cola, durfte ich beim Forum Alpbach als Bewegungsbotschafter der Marke fungieren und meinen Vortrag „Ohne Beine zum Ironman – Alles ist möglich!“ vor 100 Zuhörern (Entscheidungsträgern von heute und morgen) halten. Es war ein schönes Erlebnis in einer wundervollen Gegend mit sehr interessiertem Auditorium und spannenden Gesprächen.
Ich glaube, auch in diesem Kreis meine Botschaft, meine Ideen und meine Erfahrungen zum Thema des Wohlfühlens weitergegeben zu haben und dem einen und anderen einen Anstoß zum anders Denken (Perspektivenwechsel) mitgegeben habe.
Es ist schon immer wieder interessant, wie man Zuhörer während eines 50 Minuten Vortrages mitreißen und begeistern kann und ihnen Anstoßer und Wegweiser sein kann, wie es funktionieren könnte, Dinge zu schaffen, die weit weg scheinen und die man sich selber und auch andere einem nicht zutrauen!

!!! MAN MUSS SICH DINGE ZUTRAUEN, UM SIE ZU ERREICHEN !!!

You are an IRONMAN!!!

Das sind die Worte, die man am Ende eines solchen langen Tages hören will. Sind es doch die Worte, die einem über die Finishline bei einer Ironman-Veranstaltung begleiten. Es sind auch die Worte, die man sich in der Vorbereitung oft vorstellt, wenn es in unzähligen Trainingseinheiten einmal härter und länger wird. Aber der Reihe nach!

Der Sonntag begann um 3.45Uhr mit einem Frühstück und dem Besuch der Wechselzone, um das dort abgestellte Rad ein letztes Mal zu kontrollieren. Danach ging es in das Strandbad Klagenfurt zum Schwimmstart und damit zum Start des Ironman. Dort folgte ein sehr emotionales Verabschieden von unseren Freunden und Supportern und wenige Sekunden vor dem Start von meiner Frau Alex.

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man 14 Monate sehr konsequent auf etwas hintrainiert und dann ist der Moment da und mit einem kurzen Startschuss geht alles los! Mit einem Moment ist man auf sich alleine gestellt und die Nervosität weicht einem konzentrierten Starten in diesen besonderen Tag.

Der Schwimmsplit verlief für mich sehr gut und ich verließ nach 1.13.40h das Wasser. Ein erster Blick auf meine Uhr erfreute mich sehr, da ich mit einer Zeit zwischen 1.20h und 1.25h spekuliert habe. Die Wechselzone wurde rasch aber nicht hektisch passiert und es ging auf einen langen Radsplit. Dieser hat mir besonders in der Vorbereitung immer sehr viel Respekt abverlangt, ist man doch bei 180km mit 1.600hm eine Zeit unterwegs und muss seinem Körper gelegentlich sehr klar sagen, dass es Sinn macht, weiter zu tun! Aber auch Gedanken wie, bitte keinen Raddefekt oder die Vorfreude auf das Laufen, weil einem der Hintern vom Radeln schon so weh tut, gehen einem durch den Kopf. Nach 6.24.09h und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,2km/h war es dann soweit, ich war wieder bei der Wechselzone angekommen und durfte in Begleitung meines Freundes Tom Walek in dieser nun endlich meine Laufprothesen anlegen. Nachdem ich mich auf den letzten Radkilometern immer wieder gefragt habe, wie wohl das Anlaufen nach 180km Rad werden würde, war ich beim Prothesenwechsel schon extrem auf diese ersten Schritte gespannt. Zu meiner Überraschung ging es gut los und die ersten Kilometer wurden viel zu schnell gelaufen. Nachdem ich das Tempo gedrosselt hatte und das erste Mal bei unglaublicher Stimmung durch den Europapark gelaufen war, begann der Laufsplit so richtig. Nach 7km meldete sich zum ersten Mal der Magen und mir war nicht klar, wie intensiv er sich in Folge noch melden würde und was zu tun war. Der Griff bei der Labestation zum Cola sollte sich als goldrichtig erweisen und somit konnte ich das Magenthema bis zum Ende unter Kontrolle halten. Bei Kilometer 23 kam dann wie erwartet der Mann mit dem Hammer, traf mich aber nicht voll und so konnte ich gut parieren und mit vernünftigem Tempo weiterlaufen. Schritt für Schritt ging es Richtung Finishline und Richtung Erfüllung meines sportlichen Traumes. Ein letztes Mal beim Lindwurm vorbei und nochmals auf die Strecke Richtung Zielkanal. Und dann kamen sie langsam, die Gedanken an den Zieleinlauf, die Gedanken an die letzten Monate, die Gedanken an Familie und Freunde, die mich beginnend am Tag meiner Amputation bis jetzt unterstützen und diese sportliche Leistung ermöglicht haben. Es galt aber noch die feuchten Augen zu unterdrücken, damit auf den letzten Kilometern auch wirklich nichts mehr passiert! Aber wenig später war es soweit, ich bog ab, weg von der Laufstrecke in den Zielkanal, ein unglaublicher Moment, der mit keinen Worten zu beschreiben ist. Ich könnte nicht mehr sagen, an was ich gedacht habe, es war einfach nur schön und extrem emotional!!! Diesen Moment auch noch mit den besten Freunden, die im Zielkanal auf mich warteten, zu teilen, war nochmals schöner und extrem berührend.

Die Krönung des Tages stellte dann der Zieleinlauf von Alex dar, die ebenfalls finishte (13.22.49h) und somit die Freude zu einer doppelten machte!!! Sie war es auch, die in den letzten Monaten meine Trainingspartnerin war und damit immer wieder Motor weiter zu tun!

Ein phantastisches Projekt, das am Montag bei der Siegerehrung noch ein zusätzliches Highlight erfuhr. Als mir dort von ca. 2.000 Finishern mit Standing Ovation gratuliert wurde, so hatte das schon was ganz Spezielles und die Augen wurden zum wiederholten Male feucht.

Nach diesem emotionalen und wunderschönen Wochenende, gilt es nun alles Erlebte zu verarbeiten und nochmals die Gedanken zu genießen!

ES WAR EIN TRAUM & natürlich nochmals DANKE an alle SUPPORTER, FAMILIE, FREUNDE, DAUMENDRÜCKER, … !!!

Zum Abschluss noch die letzten fehlenden Zahlen: Laufsplit: 4.18.01h; Gesamt: 12.12.03h

 
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Wings for Life World Run

RUNNING FOR THOSE WHO CAN’T!!! Am Sonntag, dem 4.5.2014, um 12.00 MEZ, war es also soweit. Der erste Wings for Life World Run wurde weltweit zur selben Zeit gestartet. 35.000 Athleten machten sich an  34 Lokationen rund um die Welt gleichzeitig auf, um für einen guten Zweck zu laufen – Die Forschung zu unterstützen, um Querschnittgelähmten das Gehen wieder zu ermöglichen.

Ein völlig neues Laufformat – Mann/Frau läuft solange, bis einen das Catcher Car einholt, welches eine halbe Stunde nach dem Startschuss mit 15km/h startet und alle 60min schneller wird. Ein Event, der schon im Vorfeld viel Spannung versprach, sich dann aber am Tag des Bewerbes als nochmals interessanter und emotionaler herausstellen sollte. Schon der Start und das Gefühl, bei einem weltweiten Ereignis dabei zu sein, war etwas ganz Besonderes und so ging es los auf einen Weg, bei dem man nicht so richtig wusste, wie weit er sein wird und wo er endet.

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Ich persönlich habe mir die 5min/km vorgenommen und damit eine Distanz von 27km. Aber schon bei der ½ Marathongrenze von 21,1 km wurde mir bei einer Durchgangszeit von 1.39h klar, da sollte mehr gehen. Besonders gefreut hat mich gerade in Hinblick auf den Ironman in Klagenfurt, dass der Sektor km 20-30 extrem gut ging und ich nur geringfügig von meinem Tempo herausnehmen musste. Nachdem ich mit einer derartigen Leistung und somit auch mit einer derartigen Dauer des Wettkampfes nicht gerechnet hatte, ging mir ein wenig früh die Nahrung aus (Gel), aber das sollte an diesem Tag auch relativ egal sein und so schaffte ich es, dem Catcher Car 2.32h davon zu laufen und wurde nach 31,46km eingeholt (4.49min/km).

Unterm Strich eine Leistung, mit der ich sehr zufrieden bin! Aber an diesem Tag ging es ohnedies um andere Dinge als um Sekunden und Meter. Es ging vielmehr darum, anderen zu helfen, sich solidarisch zu zeigen und Menschen hoffentlich bald das zu ermöglichen, was wir viel zu oft als selbstverständlich ansehen.