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Der Sport hat mir Kraft und Selbstvertrauen gegeben…

Hier stellt sich wohl für jeden Menschen der sich als Sportler bezeichnet die Frage, wann die sportliche Karriere begonnen und wer sie beeinflusst hat. Waren es die ersten Auftritte am nahegelegenen Fußballplatz, die ersten Schirennen oder vielleicht doch die ersten Schläge am Tennisplatz?

Ich für meinen Teil möchte das soweit eingrenzen, dass meine richtige und aktive Sportlerzeit mit dem Beginn des Handballsports startete. Bei dem einzigartigen Handballclub West Wien, der in der Blüte seiner Vereinsgeschichte stand und getrieben von der Idee der West Wien Familie war.

Der Beginn einer traumhaften Zeit mit phantastischen Mitspielern und Trainern, die mich durch die harte Zeit meines Lebens getragen haben, bis heute begleiten und niemals damit aufhören, mich weiter anzutreiben, mich niemals als Opfer sehen, sondern bis jetzt als Mitspieler betrachten und mir nie die Chance zu unnötigen Sentimentalitäten und Selbstbemitleidungen gaben und geben.

Eine Zeit, die von der Sicherheit der Unbesiegbarkeit, dem Streben nach ständig größeren Erfolgen und möglicherweise auch von Überheblichkeit geprägt war. Eine Zeit die mich gelehrt hat, was Leidenschaft bedeutet, was es heißt, Ziele zu definieren und diese konsequent zu verfolgen und auch was es heißt, mit Niederlagen umzugehen.

Ein Zeit die mich gelehrt hat, was Team bedeutet und wie man in einem solchen zu agieren hat. Was es heißt, Verantwortung zu haben und dieser nachzukommen und zwar bedingungslos!

 

Diese Zeit wurde jäh unterbrochen und es war eine der ganz großen Herausforderungen, diesen fehlenden Baustein zu ersetzen.

Nach einigen Jahren der sportlichen Orientierungslosigkeit hat mich das Fieber des Rollstuhlbasketballs gefasst und nicht mehr losgelassen. Ein lässiger Sport, der in seiner Perfektion nicht nur dynamisch und spannend ist, sondern auch extrem ansehnlich.

Neben der sportlichen Qualität lehrt einem dieser Sport sehr genau, woraus eine Mannschaft besteht und dass es unersetzlich ist, dass jeder Spieler seinen Stellenwert im Team hat und in jeder Phase zu 100% unterstützt werden muss.

Das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Behinderungsgraden bis hin zu nicht behinderten Mitspielern, gibt diesem Sport einen unglaublich integrativen Charakter, wie er fast nirgends zu finden ist.

Auch hat mir dieser Sport neben meinen Erlebnissen in der Rehabilitation gezeigt, dass es immer Menschen gibt, die mit schweren Schicksalsschlägen umzugehen haben und dass es immer Menschen gibt, die dies in ihrer jeweiligen Situation hervorragend machen und als Beispiele dienen können, sein eigenes Leid besser zu meistern.

Eine Armverletzung und die damit verbundene Trainingspause vom Rollstuhlbasketball gab mir die Möglichkeit, intensiver mit dem Radsport zu beginnen und dadurch wurde in mir meine Leidenschaft zum Ausdauersport geweckt, welcher ab nun einen immer größeren Stellenwert in meinem Leben einnehmen sollte.

Parallel dazu kam es zu einer schicksalhaften Begegnung mit meinem Jugendfreund Tom Walek, der mir damals von seinem letzten Ironman in Klagenfurt erzählte und in mir die Idee weckte, einen Triathlon zu bestreiten. Ich war noch fernab von einer Detailplanung, Kenntnissen zu den unterschiedlichen Distanzen oder irgendwelchen Einzelheiten zu diesem Sport. Es war nur diese Vision, die in mir entstand und die es ab diesem Treffen im Sommer 2005 zu verfolgen galt. Zu Beginn stand nur das Ziel, diese 3 Disziplinen, völlig separat betrachtet, in sinnvoller Weise betreiben zu können. Erst danach wurden die spezifischen Triathlonziele formuliert, die 2014 im Finishen einer Langdistanz (Ironman Klagenfurt 2014) ihren Höhepunkt finden sollen. Was also so kurz niederzuschreiben ist, war durch viele Einzelziele und Herausforderungen wie ½ Marathon, ½ Ironman, Marathon geprägt. Wenn man so will, ein wirkliches Langzeitprojekt, bei dem aber auch jedes Einzelziel eine Bestätigung und ein traumhaftes Erlebnis war.

So muss man den Sport in meinem Leben als extrem wichtigen Bestandteil sehen, der mir immer geholfen hat, und besonders im Umgang mit meiner Behinderung eine wahre Lebensschule war und ist. Die Bestätigungen, die ich mir dort abholen durfte, seien sie durch externe Bezeugungen der Hochachtung oder durch meine innere Befriedigung Dinge geschafft zu haben, die ich mir vorgenommen habe, und die zu Beginn noch als unmachbar erschienen, sind eine Unterstützung, die es mir leichter gemacht hat, mit dem Erlittenen offen und ehrlich umzugehen.

Dazu passend aus meinem Blog:


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