Wiederholungstäter!!!

Schuldig im Sinne der Anklage!

Hochalpenstrasse mit dem Rennrad, ist ein derartig schönes Erlebnis, dass es mittlerweile zu meiner jährlichen Befriedigung der Kehren-Leidenschaft dazugehört wie der Christbaum zum Weihnachtsfest.

Extrem schön war es wieder und auch wiederholt eine schöne Erfahrung, dass es sich oftmals lohnt, den Körper zu quälen!!! FORZA!!! idden0 \lsdunhi

Wenn die Wettkämpfe Pause machen!!!

Nachdem ein Halbmarathon aktuell die einzige Ausbeute des heurigen Jahr ist, tut es auch gut seine Leidenschaft entspannter und somit auch genussvoller zu leben.

Bikepacking Tour von Amstetten nach Klagenfurt. Wunderschöne Kalkaplen, phantastische Sölktal und herrliche Nockberge. FORZA!!!

schönes FEEDBACK vom Euroforum 2019 Zürich

Lieber Herr Artner,

für Ihren engagierten Beitrag, der zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hat, möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Ihr Beitrag wurde mit 1,2 bewertet (Bewertungsskala: 1-6, 1 ist die bestmögliche Wertung):

Kommentare:

–          Sehr eindrücklich

–          Top, sehr ergreifend

Die Veranstaltung wurde insgesamt mit 2,2 bewertet, was den guten Eindruck vom Verlauf dieser Konferenz bestätigt. 

Nachstehend senden wir Ihnen unseren Link, unter dem Sie einige Impressionen der Veranstaltung finden:https://www.facebook.com/pg/euroforumlive/photos/?tab=album&album_id=1000121146988073

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Rufnummer +49/1577/3114784 zur Verfügung.

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüssen

Karin Hanten

Senior Konferenz Managerin 

euroforum Schweiz, ein Bereich der Euroforum Deutschland GmbH

the plan 2020 – Saisonplanung

3.2.2020 – Winterlaufserie 3; Halbmarathon

18.4.2020 – Inclusionrun

19.4.2020 – VCM; Marathon

16.5.2020 – Integrationslauf Salzburg

24.5.2020 – Challenge St Pölten; Halbdistanz

14.6.2020 – Tri Neufeld; Kurzdistanz

5.7.2020 – Ironman Klagenfurt; Langdistanz

10.10.2020 – Istria300; Radrennen

6.12.2020 – Valencia; Marathon

… von der Schönheit der Hauptstadt der Medici und deren Straßen (Florenz Marathon).

Jetzt haben es historische Städte so an sich, dass deren Straßen zumeist ebenfalls von der Geschichte gezeichnet sind. Was für den Besucher einer solchen Stätte natürlich romantisches Beiwerk ist, ist für den Marathonläufer Herausforderung und für den Prothesenläufer eine Challenge der Sonderklasse.

Der Marathon-Sonntag begann mit einer wohl einmaligen Startlinie vor der Kathedrale von Florenz, die auf diesem Planeten wohl ihres gleichen sucht und dem Athleten schon vor dem 1. Schritt dokumentiert, wie klein wohl die heutige Leistung und die gelaufene Zeit gegen die zeitlose Dimension dieses Monumentes sein wird.

Ein wirklich unglaublicher Platz um sich auf eine 42,195km Schleife zu begeben.

Eine Schleife die sich aus dem Zentrum der Stadt Richtung schöner Parkanlagen schlängelte, um dann für kurze Zeit über die Ponte Vecchio wieder das historische Zentrum zu steifen, danach den Weg weiter Richtung Stadion des AC Florenz vorzugeben, um in Folge die Strecke zum großen Finale in das historische Zentrum der Renaissance Stadt auszubreiten.

Dieses Finale, das du mit ca. 5km Distanz dimensionieren kannst, führte uns (ca. 9.000 Marathoniken) durch diese unglaubliche Altstadt von Florenz, nochmals vorbei am Dom, vorbei an den Uffizien, nochmals zum Arno, vorbei am Palazzo Vecchio, hin zu kleinen und größeren Gassen die dich mit ihrer Schönheit und Geschichte fast erdrücken. Aber dann waren da auch diese Pflastersteine und du kannst dich erinnern, ich habe es dir schon zu Beginn geschrieben. Diese Verhältnisse die für den Prothesenläufer nicht nur unrhythmisch sind, sondern das Laufen zu einem wahren Rodeo machen. Schritt die nicht nur aufgrund der Stolpergefahr sehr konzentriert gelaufen werden müssen, was nach 37km schon schwierig ist, sondern auch Schritte, die dich langsamer machen. 

Jetzt bist du natürlich als Marathonläufer auch auf der Suche nach einer guten Zeit und diese Suche wird damit nicht vereinfacht und somit beginnst du ein wenig zu hadern, weil es halt nicht einfacher und auch nicht schneller wird. Das ist wohl der Zeitpunkt an dem du dir einen solchen Tag zerstören oder vergolden kannst.

Mir gelang Gott so Dank zweites und ich stellte mich diesem schweren Streckenabschnitt, mit alle seiner unrhythmischen Herausforderung, aber halt auch mit all seiner Schönheit. Und selten wurde mir so klar, dass es halt notwendig ist derartige Zusatzstrapazen auf sich zu nehmen, wenn du in historischen Städten Marathonmomente erleben willst – was halt unglaublich schön ist und für mich den geschichtsverliebten Athleten den Marathon nochmals zusätzlich krönt!!!!

So ging es auf diesem erwähnten Rodeo-Ritt Richtung Ziellinie, der mich ein drittes Mal zum Dom führte und die sich vor selbigen in beeindruckender Form ausbreitete.

Und was soll ich dir sagen, manche Dinge lernst du als routinierter Marathonläufer (und es war meine mittlerweile 10.) und weißt du halt schon am Start, es war nicht die Zeit die an diesem Vormittag zählte, es war das Geschaffte und das Mitgenommene was zählte und gegen diese beeindruckende Stadt war sowieso alles klein und es war in Wirklichkeit nur eine Ehre, in Ihr Laufen zu dürfen.

FORZA!!!

Ergebnis:

Firenze Marathon 24.11.2019: 42,195km, 3.33.30h

Glücklich ist, wer vergißt!!! Gedanken aus dem Ötztal.

Da war er wieder – der Ötztaler Radmarathon!!! Nach 2017 stand er zum 2 mal auf meinem Programm und irgendwie beruht die Anmeldung auch auf den schönen Gedanken und Erinnerungen die ich an mit diesem 1. Antreten verbinde.

Da war er wieder – der Ötztaler Radmarathon!!! Nach 2017 stand er zum Zweiten Mal auf meinem Programm und irgendwie beruhte die Anmeldung auch auf den schönen Gedanken und Erinnerungen die ich mit diesem 1. Antreten verbinde. 

Wenn du mit derartig positiven Erinnerungen mit einem Erlebnis in Kontakt stehst, dann passiert es sehr oft, dass die Dinge die, im konkreten an diesem Tag vor 2 Jahren, mittelmäßig bis gar nicht toll waren fälschlicherweise nur noch einen kleinen und unbedeutenden Platz einnehmen. 

Somit bin ich mit gestählter Brust Richtung Sölden aufgebrochen und war mir sicher, dass die auf der CCC Wien-Nizza 2019 gefahrenen Kilometer und besonders Höhenmeter die perfekte Vorbereitung waren und mir den entsprechenden Rückenwind für diesen langen Tag in den Alpen (230km, 5.500hm) geben werden.

Startschuss war dann am Sonntag, 1.9.2019 um 6.45 und ein Tross von 4.000 Radlern bewegte sich Richtung Kühtai. Nachdem die Zufahrt zu dem 1. Pass – 30km von Sölden Richtung Inntal -gut bewältigt war, ging es das Kühtai hinauf. Der 1. Berg an diesen Tag, der sich durch seine Steilheit auszeichnet. Für mich tatsächlich eine schöne Auffahrt ohne größere Probleme. Nach der Abfahrt nach Innsbruck folgt der lange aber niemals steile Anstieg auf den Brenner, dem die Abfahrt nach Sterzing folgt. Soweit so gut und auch so schön. Es folgt der Jaufenpass, den ich mittlerweile zum 3. Mal befahren durfte und der auch in diesem Jahr zeigte, warum ich ihn (sportlich) nicht wirklich mag. Ein langer Anstieg der sich dadurch auszeichnet, dass er einfach niemals auslässt und du auch die kleinsten Flachstücke wie die berühmte Nadel im Heuhaufen suchst. Es war besonders gegen Ende eine Quälerei die dann gegen 14.30 ein mit einem freudigen Lächeln begleitetes Ende finden sollte. Es folgte eine Abfahrt nach St. Leonhard, was wiederum bedeutet, dass der letzte und längste Anstieg auf mich wartet von 750m auf 2.500m, sprich 1.750hm über ca. 35km verteilt. Ein würdiger Abschluss an einem solchen Tag. Ein Abschluss der mir wieder einmal dokumentierte – glaube jedem – nur nicht dir selbst. Ich hatte in großzügigster Weise ganz Streckenabschnitte und damit hunderte steile Höhenmeter einfach aus meinem Gedächtnis gestrichen und war nach fast jeder Kurve überrascht was da noch alles kam und was ich somit nicht mehr vor meinem geistigen Auge hatte . Das waren dann die Momente wo mir wieder bewusst wurde, wie herrlich wir verdrängen können und wie schön wir uns nur das im Gedächtnis aufbewahren, was für uns in einem positiven Zusammenhang steht. Das gilt vermutlich nicht nur für den Sport und es war mir an diesem Tag eine schmerzliche Lehre, bei der Planung und beim Urteilen über erlebtes sich genauer und objektiver zu erinnern.

Aber du wirst es nicht glauben, ich habe es zumindest fast wirklich nicht mehr geglaubt, auch an diesem Tag kam der Moment als ich oben ankam und mich vermeintliche in dem Gedanken „ich habe es geschafft“ (vom Timmelsjoch gilt es nur noch eine ca. 25km Abfahrt nach Sölden zu bewältigen) wähnte. Doch da entschied Petrus mir noch ein Learning zu schenken und beglückte mich mit Starkregen. Jetzt ist der Regen generell beim Radln nicht dein bester Freund, wenn du aber bei 5 Grad auf 2.500m stehst und eine Abfahrt vor dir hast, dann ist er echt mühsam. Lange Worte kurzer Sinn, ich glaube ich kann tatsächlich sagen, dass mir in meinem Leben noch nie so kalt war, wie in diesen 45 Minuten und ich kann mit Sicherheit sagen, dass eine warme Dusch noch niemals so ein Segen war. Und jetzt versteht auch der Städter, warum „die Bauern erst beim Heimgehen jodeln“ und man „das Fell des Bären erst verteilen soll, wenn er auch schon erlegt ist“.

Aber trotzdem, nach der Abfahrt, an der ich mir sogar nach diesem Tag nichts mehr als eine Auffahrt bei der mir wieder ein bisschen warm wird wünschte, kam das Ziel. Ein Ziel das an diesem Tag nochmals schöner, wenn auch kälter, als viele andere war und in dem ich als Eiswürfel stand und mir dachte, unglaublich was uns der Herrgott für herrliche Berge hergestellt hat!!! Und ja ( siehe mein Blog der Murmeltiere), auch diesmal haben die Murmler wieder gepfiffen. Jetzt wirst du dich vielleicht fragen, wann das denn war und ich kann dir wahrheitsgetreu antworten – als der Regen begann!!!

FORZA

01.09.2019, Ötztaler Radmarathon

Zeit: 12.20h

Strecke: Kühtai, Brenner, Jaufenpass, Timmelsjoch – 230km, 5.500hm